Informationen zum Pferd

 

Seitdem Pferde domestiziert werden, versucht der Mensch sie mittels seiner Zuchtmethoden an ihre jeweilige Nutzungsmethoden anzupassen. Doch obwohl der Mensch im Verlauf der letzten 6000 Jahre massiv in die Entwicklung eingriff und Kreuzungen durchführte, aus denen über 300 verschiedene Pferderassen hervorgingen, haben sich Struktur und Knochenbau bis heute kaum verändert. Vom kleinsten Shetlandpony bis zum schwersten Kaltblut gehören alle Pferde zur Gattung des Equus caballus an. Alle Tiere haben dieselbe Körperstruktur.

Der Körperbau des Pferdes ist auf Kraft, Größe und Schnelligkeit ausgelegt. Die leichten unteren Gliedmaßen verfügen über wenige Knochen und Muskeln. Mit Hilfe des hochentwickelten Muskelapparats, der an die Knochen der oberen Gliedmaßen und an den Rumpf gebunden ist, werden die Beine vor- und zurückbewegt. Um die physischen und die psychischen Möglichkeiten des Pferdes verstehen zu können, benötigt man ein fundiertes Wissen über den Körperbau und das Interieur der Tiere: Wie funktioniert der Körper? Wie arbeiten die Sinne? Wie verläuft der Lebenszyklus der Pferde?

Können Pferde Menschen Freundschaft schenken? Bei dieser Frage tun sich Gräben auf, zwischen Gefühlen und wissenschaftlichen Diskursen. Dabei ist die Wahrheit einfach: Klar können Pferde Freunde werden. Man muss nur wissen, wie man ihr Herz erobert.

Das Gefühlsleben des Pferdes birgt viele Geheimnisse. Es ist unsere Forderung, ihnen das Recht auf ein pferdewürdiges Leben zuzugestehen und im täglichen Umgang ebenso wie bei der Ausbildung die persönlichen Wünsche, Gefühle und Bedürfnisse des Pferdes zu respektieren.

Pferdeerziehung

Dominanzverhalten:

Das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd basiert auf den gleichen Verhaltensgesetzen, die das Zusammenleben in der Herde bestimmen: Wer sich den höheren Rang in der Herde erkämpft hat, übernimmt gleichzeitig die Verantwortung für die Schwächeren. Wenn mein Pferd z.B. Angst hat und ich unsicher bin, kann das Pferd mir nicht Vertrauen, so geht Respekt verloren und am Ende der Gehorsam.

So gewöhnen Sie Ihrem Pferd das Betteln ab

Es ist unangenehm wenn die Pferde ständig gegen die Boxenwände treten und betteln. Mit diesem Verhalten wollen die Pferde nicht nur Futter erbetteln sondern auch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Hier beginnt der Teufelskreis. Da der Lärm nervt und das Pferd sich verletzten kann, schimpft jeder automatisch mit dem Pferd. Damit ist das Ziel erreicht: Die Menschen kümmern sich um das Pferd.

Dieses Verhalten kann verschiedene Ursachen haben. Dazu zählen zum Beispiel Langeweile oder Bewegungsmangel. Oder aber tatsächlich Hunger.

Überprüfen Sie also, ob das Pferd genügend Futter bekommt. Entscheidend ist dabei nicht die Kraftfuttermenge sondern vielmehr das Raufutter. Hafer macht die Pferde nämlich nicht satt sondern Heu und Stroh. Wenn die Rippen deutlich zu sehen sind oder das Pferd in der letzten Zeit stark abgenommen hat, hat es wahrscheinlich Hunger.

Die Langeweile von Pferden lässt sich am besten mit viel Auslauf auf einer Koppel oder einem Paddock am besten in der Herde kurieren. Das ist aber nicht immer möglich. Viele Pferde nagen zum Beispiel gerne an Holz. Einfach ein Stück von einem dicken Ast in die Box hängen, am besten etwa auf Maulhöhe und so, dass sich das Pferd nicht verletzen kann.

"Luftbeissen"

Hallo, es geht um meinen 9 jähr. Warmblutwallach. Ich habe ihn jetzt schon 4 Jahre und er ist bei Gott kein leichtes Pferd. Er hatte mit 2!/2 Jahren einen Hängerunfall (fiel von der Rampe) und ich denke mir mal, dass er noch alte Sturzgeschichten in sich trägt. Nun ja, das Hauptproblem: Er ist extrem maulig, "klappt" quasi seinen Unterkiefer runter, sobald man auch nur etwas an den Zügeln macht. Kauen, keine Spur! Ich habe ihm die Zähne vor 3 Wochen kontrollieren lassen, der Zahnarzt sagte, daran kann es nicht liegen. Er wurde vom Ostheopaten durchgecheckt, der Sattel ist ein Maßsattel und 1x Woche kommt unsere Reitlehrerin.
Er ist einfach ätzend zu reiten, gut, ich hab mich mit ihm mittlerweile "angefreundet", wir kommen ganz gut klar, aber sein "Luftbeissen" bei der kleinsten Parade ist nicht gerade schön anzusehen.
Gebisse hab ich auch schon rumprobiert, das nächste was ihm ins Maul kommt ist ein Ledergebiss.
Das witzige ist aber, reite ich ihn auf Hackamore (machen wir nur beim ausreiten) -> Kopf unten, kauen (und das ohne Gebiss).
Ich weis, dass es Pferde gibt, die kein Gebiss mögen,... hmm. Können Sie mir helfen?

Antwort: Wir denken ein Ledergebiss könnte Dir und deinem Pferd helfen oder aber schau dir das Glücksrad (LG-Zaum) doch mal an. Es wird zunehmend bemerkt, dass viele sensible Pferde Probleme mit Gebissen gleich welcher Art haben.


Mein Pferd hat Angst

Mein Pferd (Warmblut) ist ein totaler Angsthase. Aber nur im Gelände! Zuhause ist er ein absoluter "Trottel", aber sobald ich mit ihm ins Gelände will flippt er aus. Er erschrickt sich vor jedem Ast, ist total nervös und einmal hat er sich aus lauter Panik (vor was auch immer??) auf den Hinterbeinen gedreht und ist kopflos über einen Acker davon gestürmt. Hat mich natürlich dabei mit einem gekonnten Buckler abgeworfen. Tja danach hab ich ihn ne Weile nicht mehr geritten (Angst!) und jetzt will ich mich langsam wieder ran tasten. Wer kann mir Tipps geben wie ich meinem Pferd (und mir) das Geländereiten wieder schmackhaft machen kann? Eins noch, Longieren vorm ausreiten bringt gar nichts!

Antwort: Bei euch scheint es ein Problem beim Vertrauen zu geben. Im Gelände kennt er die Umgebung nicht. Klar das da Longieren nicht hilft. Wer den Tipp gegeben hat, hat keine Ahnung von Pferden. Du machst ihn damit ja nur müde, doch seine Angst verschwindet nicht durch Müdigkeit. Du musst immer daran denken, dass Pferde Fluchttiere sind und immer eine Führung brauchen. Auch auf der Weide suchen sich Pferde eine Führung. Ein Pferd, dass der "Chef" ist, dem alle vertrauen. Spreche mit einem Tierkommunikator und lass Dein Pferd zu Wort kommen.

FOLGESCHÄDEN DURCH WEST-NIL-VIRUS BEI PFERDEN HÄUFIGER ALS VERMUTET

Infektionen mit West-Nil-Virus (WNV) töten jährlich tausende von Tieren und zahlreiche Menschen und breiten sich immer weiter aus. Einer neuen Untersuchung zufolge ist das Überleben der Infektion aber noch kein Grund zum Jubeln für Pferdebesitzer, denn etwa 40 Prozent der Pferde zeigen auch 6 Monate nach der Diagnose noch Folgeschäden...

Unter der Leitung von Julia Wilson an der University of Minnesota wurden in Kooperation mit dem Department of Health and Board of Animal Health 125 Pferde aus Minnesota untersucht, die eine klinische Infektion mit WNV überlebt hatten.

Die häufigsten Folgen der Erkrankung waren Veränderungen im Bewegungsablauf und Verhaltensänderungen. Beide beeinflußten gleichermaßen den möglichen Einsatz des Pferdes zum Reiten und das Verhältnis zum Besitzer/Reiter. 9 Prozent der Tiere zeigte auch neurologische Rezidive, meist innerhalb der ersten beiden Monate nach der eigentlichen Erkrankung.

Diese Ergebnisse bei Pferden, die die akute WNV-Infektion überlebt haben, zeigen, daß es problematisch für Tierärzte ist, ihren Patientenbesitzern eine gute Prognose bezüglich der kompletten Wiederherstellung des Tieres bei dieser Erkrankung zu geben.

Quelle: Lingering effects of WNV notable, study indicates. In: DVM Newsmagazine February 12, 2004. www.dvmnewsmagazine.com/dvm/

Gebet eines Pferdes

Bitte sei gut zu mir und ich werde Dir noch freudiger dienen und Dich gerne haben. Reiß nicht an den Zügeln, greif nicht zur Peitsche, wenn es aufwärts geht. Schlage und stoße mich nicht, wenn ich Dich missverstehe, sondern gib mir Zeit, Dich zu verstehen.
Halte mich nicht für ungehorsam, wenn ich Deinen Willen nicht erfülle. Vielleicht sind Sattelzeug und Hufe nicht in Ordnung.
Prüfe meine Zähne, wenn ich nicht fressen mag, vielleicht tut mir ein Zahn weh. Du weißt, wie das schmerzt.
Halte mich nicht zu kurz und kupiere meinen Schweif nicht, denn er ist meine einzige Waffe gegen Fliegen und Mücken.
Und wenn es einmal zu Ende geht, lieber Herr, wenn ich Dir nicht mehr zu nützen vermag, lasse mich bitte nicht hungern und frieren.
Und verkaufe mich nicht. Liefere mich keinem Fremden aus, der mich langsam zu Tode quält und mich verhungern lässt. Sondern sei so gütig und bereite mir einen schnellen, barmherzigen Tod. Gott wird es Dir lohnen, hier und in Ewigkeit.
Lasse mich dies von Dir erbitten und glaube nicht, dass es mir an Ehrfurcht fehlt, wenn ich es im Namen dessen tue, der in einem Stall geboren wurde.
Amen

DAS SCHATTENPFERD

Keine Worte mögen je dieses Pferd beschreiben,
denn tief in seinem Herzen wird ein Götterpferd es bleiben.
Wenn der Donner grollt in der Nacht,
das Schattenpferd mit einem Schrei erwacht.
Mächtig, stolz und schön es galoppiert über das Land,
nie wird es einer bekommen in seine Hand... .

Wenn der Mensch je eine große Eroberung gemacht hat,
so ist es die, dass er sich das Pferd
zum Freund gewonnen hat!
(Conte de Buffon)

Lecker-Schmecker-Leckerlie:
Haferflocken
Möhrenraspeln
Honig
Apfelstücke
Mehl

alles zusammen Mischen bis der Teig fest ist, dann in kleine Kugeln Formen und bei 150-170G backen bis sie leicht braun sind.... (ca. 20min)


Kräuter-Leckerli:
-225 g Zuckerrübensirup
-200 g Weizenvollkornmehl
-100 g Vollkornhaferflocken
-100 g Hustenkräuter (z.B pferde-kräuter-müsli)

So geht's:
Alles zusammenmengen und gut durchkneten. Eine lange Rolle formen
und dann in möglichst gleichgroße (2cm)Stücke schneiden. Bei 120-150C° im Backofen (auf dem eingefetten Blech) backen!
Später wieder einige Tage trocknen lassen


Cornflaky-Snack

-1 packung Müsli (na ja, sagen wir ca. 400gr.)
-1 packung Haferflocken (400gr.)
-1 Glas Honig (300-400 gr.)
-etwasCornflaks (200 gr.)<--nicht gezuckert!!!!!

So geht's:
Äpfel, Bananen, Möhren klein hacken
Dazu ein bisschen Wasser
Alles vermengen
Mit einer Spritztüte auf dem Blech ca. 2-3cm lange Würstchen formen
Im Backofen mit Heißluft trocknen (Blech einfetten!)
Später über einige Tage liegenlassen.