Sonstige Kleintiere

 

Streifenhörnchen | Chinchill | Kaninchen | Hamster| Meerschweinchen | Ratte | Papagei | Kanarienvogel | Wellensittich | Schlange | Bartagam | Weißbauchigel

 

Streifenhörnchen

Das Streifenhörnchen lebt als Einzelgänger in kleinen Kolonien. Nachbarn sind

geduldet aber nicht beliebt. In selbstgegrabenen Bodenhöhlen verbringen sie

ihre Winterruhe und bringen ihre Jungen zur Welt. Die bei uns am meisten vertretenen Streifenhörnchenarten sind das asiatische Streifenhörnchen und das Chipmunk.

Beide unterscheiden sich lediglich durch einige feine äußerliche Merkmale. Bevor man sich ein Streifenhörnchen anschafft, gibt es auch bei der Haltung ein paar wichtige Punkte, die man sich überlegen muss:

Streifenhörnchen sind extrem Bewegungsfreudig und benötigen sehr viel Platz. Das bedeutet nicht nur einen sehr großen Käfig, sondern auch viel Freilauf. Sie sind allerdings nicht die großen Schmusetiere. Streifenhörnchen werden ca. 20 bis 25 cm lang (mit Schwanz) und ca. 80 bis 130 g schwer. Die Männchen sind meist etwas kleiner als die Weibchen.

Durchschnittlich werden Streifenhörnchen bis zu acht Jahre alt.

In der Natur ernähren sich Streifenhörnchen sowohl fleischlich wie auch pflanzlich.
In Gefangenschaft sollte der Hauptbestandteil der Nahrung am Besten aus Streifenhörnchenfutter bestehen. Des Weiteren sollte das Hörnchen täglich Grünfutter in Form von Obst, Gemüse und Kräutern erhalten. Geeignet sind z. B. Äpfel, Birnen, Bananen, Beeren, Weintrauben, Karotten, Paprika, Gurken und Löwenzahn.
Streifenhörnchen fressen in der Natur auch Insekten. Daher sollte ihnen auch in menschlicher Obhut etwas fleischliche Kost angeboten werden. Ca. dreimal pro Woche können Sie lebende Futterinsekten wie z. B. Mehlwürmer, Heimchen und Zophobas anbieten.

 

Chinchillas

Chinchillas sind überaus soziale Tiere. Zum ihrem Glück benötigen sie mindestens einen Artgenossen. Leben sie alleine verkümmern sie körperlich und seelisch, sie entwickeln  Verhaltensstörungen wie z.B. das Fellfressen. Weder der Mensch noch ein artfremdes Tier ersetzt den Artgenossen, mit dem das Chinchilla liebevoll kuscheln, sich gegenseitig putzen, toben und sich unterhalten kann. Chinchillas, die sich mögen, pflegen häufigen Körperkontakt. Da diese Nager sehr bewegungsfreudig sind, brauchen sie eine große Voliere mit Kletter- und Springmöglichkeiten, die in unterschiedliche Etagen aufgeteilt ist. Chinchillas machen relativ viel Dreck, da sie nicht stubenrein zu bekommen sind.

 

Kaninchen

Das Hauskaninchen ist die domestizierte Formdes europäischen Wildkaninchens. Die Haltung eines einzelnen Kaninchens ist tabu: Kaninchen sind Gruppentiere. Auch Meerschweine ersetzen den Kaninchen-Partner hier übrigens nicht. Bis heute wird der Aspekt der artgerechten Haltung leider von vielen Kaninchenhaltern vernachlässigt. Außengehege und Ställe garantieren eine artgerechte Kaninchenhaltung. Wichtig ist hierbei, dass das Areal ausreichend abgezäunt wird und dass auch ein großer Kaninchenstall zur Verfügung steht. Aufgrund ihrer Dämmerungsaktivität eignen sich die übrigens sehrwehrhaften Tiere (Kaninchen können prima treten, beißen und kratzen) nur bedingt für Kinder, die mit den Tieren in deren Schlafphase am Tag spielen möchten. Ein weiterer wichtiger Punkt der Kaninchenhaltung ist die artgerechte Ernährung. Wasser muss immer zur freien Verfügung bereit stehen. In der freien Wildbahn ist Gras das Hauptfutter der Kaninchen und Hasen. Das Kaninchen benötigt also viel Rohfaser, die wir ihm über die Fütterung vom Heuzuführen können. Durch das Mahlen von Gras/Heu mit den Backenzähnen werden dielebenslang nachwachsenden Zähne abgerieben, so dass Zahnfehlstellungen vermieden werden.

 

Hamster

Es gibt verschiedene Hamsterarten, unterschieden werden sie nach ihrer Größe in Großhamster (Feldhamster), Mittelhamster und Zwerghamster. Als Heimtiere bei uns bekannt und beliebt sind hauptsächlich die Mittelhamster, zu denen auch der als Heim- und leider auch Labortier äußerst beliebte "Syrische Goldhamster" gehört. Goldhamster lassen sich nur als Jungtiere zusammen halten. In freier Wildbahn leben sie nicht länger als bis zum Abschluss der Geschlechtsreife zusammen. Dann trennen sich die Jungtiere auf und suchen sich eigene Reviere. Spätestens wenn die Geschlechtsreife bei unseren Heimtieren abgeschlossen ist, müssen sie getrennt werden, da sie sich sonst starke Revier kämpfe liefern, bei denen der unterlegene Hamster getötet wird.

Hamster sind nachtaktive Tiere und daher für Kinder eher ungeeignet. Hamster sind keine reinen Vegetarier. Es gibt fertige Hamsterfutter und Zwerghamsterfutter, denen bereits getrocknete Insekten und Fleischstückchen beigemischt sind. Sollte das nicht der Fall sein, kann man dem Hamster 2-3 mal wöchentlich zusätzlich etwas Naturquark, getrocknetes Katzenfutter, Gammarus (getrocknete Bachflohkrebse) o.ä. geben.

 

Meerschweinchen

Ursprünglich sind unsere Meerschweinchen in Mittel- und Südamerika beheimatet. Wildmeerschweinchen leben dort in Höhlen, was ihnen den lateinischen Namen "Cavia aperea" (Cave = Höhle, Aper = Wildschwein) einbrachte. Einzelhaltung sollte generell vermieden werden. Meerschweinchen können ganzjährig draußen gehalten werden. Jedoch ist diese Haltungsform mit etwas mehr Arbeit und Kosten verbunden als die Haltung in der Wohnung. Wenn man aber Meerschweinchen fragen würde wo sie lieber leben, wird die Entscheidung sicherlich zugunsten eines schönen Außengeheges fallen.

Von jungen Hunden oder Katzen werden Meerschweinchen meist problemlos akzeptiert, Vorsicht, wenn die Tiere älter sind! Goldhamster und Rennmäuse vertragen sich nicht mit Meerschweinchen, sie greifen die Tiere an.

Da Meerschweinchen vor allem abends und nachts aktiv sind, ist das Spielzimmer der Kinder beispielsweise kein guter Ort zur Haltung. Draußen graben Meerschweinchen sehr gerne und suchen gerne in einer Höhle Unterschlupf.

 

Ratten

Bei der heute als Heimtier gehaltenen Farbratte handelt es sich um eine domestizierte Form der Wanderratte, nicht zu verwechseln mit der Hausratte. Ratten als Heimtiere erfreuen sich bei uns immer größerer Beliebtheit, wohlauch deshalb, weil man allen Gerüchten zum Trotz fest stellen kann, dass es sehr liebe, verschmuste und vor allen Dingen kluge Tiere sind. Farbratten haben eine Körpergröße von etwa 22 -26 cm und eine Schwanzlänge von 18 - 22 cm. Sie werden bei guter Pflege 1,5 - 2,5 Jahre alt, selten auch älter. Ratten sind hochsoziale Tiere, welche mindestens zu zweit gehalten werden müssen. Einzelhaltung ist für so soziale Tiere, wie Farbratten, Tierquälerei und sollte auf keinen Fall praktiziert werden.

"Dank" vieler Zoohandlungen, die alles daran setzen wollten, noch mehr Ratten zu verkaufen, als bisher, ranken sich um die Huskyratte viele Mythen.Huskys wären besonders verträglich, würden besonders schnell zahm, hätten ein besseres Immunsystem, würden größer und zum Schluss würden sie niemals Tumore bekommen. Nichts davon stimmt.


Huskys sind ganz normale Farbratten, wie alle anderen auch. Der Name "Husky" wird von der Fellzeichnung abgeleitet, die wie bei der gleichnamigen Hunderasse aussieht.

 

Papagei

Zur Haltung von Papageien gehört nicht nur die Unterbringung, sondern auch die Beschäftigung und besonders die richtige Pflege. Papageien sind in ihrer natürlichen Umgebung fast ausschließlich mit der Suche nach ausreichend Nahrung beschäftigt. Papageien bereiten sehr viel Arbeit – und das täglich - .

 

Der Nymphensittich nimmt eine besondere Stellung innerhalb der Sittiche ein. Lange Zeit wurde er zu den Plattschweifsittichen genau wie der Wellensittich gezählt. Neuerdings ordnet man ihn allerdings bei den Kakadus aufgrund der Kopffedern ein. Wahrscheinlich ist beides richtig und der Nymphensittich bildet eine Art Übergangsform zwischen beiden. Nymphensittiche sind wie alle Papageien Schwarmvögel, die auf keinen Fall einzeln, sondern mindestens paarweise gehalten werden müssen. Entgegen der landläufigen Meinung werden die Sittiche auch als Pärchen zahm, wenn man sich ausreichend mit ihnen beschäftigt.

 

Kanarienvogel

Die Kanarienvögel stammen vom Kanariengirlitz ab, welcher auf den Kanarischen Inseln beheimatet ist. Man unterscheidet Gesangs-, Gestalts- und Farbkanarien.

Gesangskanarienvögel zeichnen sich durch ihre einzigartigen melodischen Lieder aus. Auch die Farb- und Gestaltkanarienvögel können singen. Da sie aber mit anderen Finken gekreuzt wurden (um die große Farbauswahl bzw. die verschiedenen Körpermerkmale zu erreichen), ist ihr Gesang nicht so rein und umfangreich wie der ihrer "unverzüchteten" Verwandten. Es existieren viele Variationen der Farb- und Gestaltkanarienvögel.

 

Wellensittich

Wellensittiche sind klein, genügsam und pflegeleicht - so zumindest lautet die landläufige Meinung. Manche Wellensittiche erscheinen ihrem Haltern geradezu launisch. Im einen Moment noch spielen sie mit ihrem Halter und schmusen mit ihm, und dann beginnen sie urplötzlich zu beißen. Zwei Männchen vertragen sich normalerweise blendend. Sie gehen innige Freundschaften ein, bei denen sie sich gegenseitig oft füttern und kraulen. Zwei gemeinsam gehaltene Weibchen sind ein wenig heikler. Es kommt zwischen ihnen öfter zu kleinen Streitigkeiten, sei es ums Futter oder den Lieblingsplatz. Im Übrigen verhält es sich bei den Wellensittichen wie bei uns Menschen: Es kommt vor, dass die Tiere einander nicht mögen.

 

Schlange

Bei den Schlangen haben sich im Verlaufe der Evolution die Gliedmaßen völlig zurückgebildet.

Ein besonderes Merkmal ist ihre hohe Anzahl an Wirbeln. Im Schnitt sind es 200, manche Schlangenarten bringen es auf mehr als 400. Es gibt über 2900 verschiedene Schlangenarten. In Verbindung mit dem Wort Schlange denkt man nicht selten an die gespaltene Zunge. Diese ist ganz eng mit dem wichtigsten Sinn der Schlangen verknüpft: Dem nasovomeralen Sinn. Die Tiere sind somit in der Lage, ihr Umfeld auch dann deutlich wahrzunehmen, wenn die Augen als Informationsquelle wegfallen (z.B. nachts oder in dichter Vegetation). Die Augen der Schlangen sind auch bezüglich ihrer Position an die jeweilige Lebensweise einer Schlange angepasst. Schlangen sind (nahezu) taub. Außenohr, Gehörgang und Trommelfeld sind bei dieser Tiergruppe überhaupt nicht entwickelt.

 

 

Bartagam

Batagame gehören der Gattung Agamen (Agamidea) an und wurden früher Amphibolurus barbatus genannt. Man kam auf diese Bezeichnung durch das charakteristische Merkmal, das sie ihre aus rauen Schuppen bestehende Kehle bei Furcht und Aggression mit Hilfe des Zungenbein – apparates aufstellen. Ihr natürlicher Lebensraum ist der lichte Savannenwald sowie die Buschsteppe Zentralaustraliens. Die Gesamtlänge der kräftigen Echse beträgt bis zu 60 cm, wobei der Schwanz etwa die Hälfte der Gesamtlänge ausmacht. Das Nahrungsspektrum reicht von kleinen wirbellosen Tieren bis hin zu Früchten, Blüten und Blättern. Wie bei anderen Tierarten ist auch bei den Bartagamen die richtige Ernährung wichtig, sollte man hierbei Fehler machen, so ist dies nur schwer bis gar nicht zu beheben. Die Haltung von mehreren Weibchen in einem Terrarium ist meist die einfachste Lösung, bei der die wenigsten Probleme auftreten können. Bei der Haltung von mehreren Männchen, kann es zu Verteidigungs- und Rangkämpfen kommen und das dominantere Tier könnte die anderen unterdrücken. Bei der Haltung von einem Bartagamen Paar, sprich ein Männchen und ein Weibchen, kann es sein das der ständige Paarungstrieb des Männchens bei dem Weibchen Stress hervorruft. Deswegen sollte man ein Männchen mit mehreren Weibchen halten.

 

Afrikanischer Weißbauchigel

Bereits 15 Jahre bevor der Afrikanische Weißbauchigel in Deutschland bekannt wurde, begann man in den USA diese Igelart als Heimtiere zu halten. In der Natur kann der afrikanische Weißbauchigel 6 - 8 Jahre alt werden, in der Gefangenschaft erreichen einige Igel nicht einmal ihr 2. Lebensjahr, was am Unwissen und der Bildungsunwilligkeit der jeweiligen Halter liegt. Die Igelchen brauchen aufgrund ihrer Herkunft jede Menge Wärme, eine Heizlampe oder wahlweise Heizmatte ist also Pflicht, wobei ich auf die Heizlampe schwöre, weil sie das ganze Terrarium aufheizt und bei weitem nicht so gefährlich ist, wie eine Heizmatte die zerkratzt oder angefressen wird. Entgegen vielen Meinungen können die Tiere durchaus sehr zahm werden, viele Igel fressen aus der Hand und unterscheiden durchaus ihren Pfleger und fremde Menschen.